Kleiner, am Kinselmeer gelegener Campingplatz in der Nähe von Amsterdam, mit Restaurant, Spielplatz und Wassersportmöglichkeiten. Gute Alternative, falls die Campingplätze in Amsterdam ausgebucht sind.
Aufenthalt
August 2024, 2 Nächte
Lage und Zufahrt
Der Campingplatz De Badhoeve liegt nur ca. 10 km von Amsterdams Zentrum entfernt am Ufer des Kinselmeeres. Er ist als Ausgangspunkt für einen Amsterdam-Besuch bestens geeignet.
Die von Bachläufen gesäumte Straße zum Kinselmeer ist so schmal, dass wir öfter die Ausweichbuchten nutzen mussten, um ein entgegenkommendes Fahrzeug passieren zu lassen. Mit dem Uber-Taxi, das uns tags drauf nach Amsterdam kutschierte und das die Bodenwellen sehr flott nahm, fühlte es sich fast achterbahnmäßig an.
Die Strecke am Durgendammerdijk entlang war bei unserem Aufenthalt wegen Bauarbeiten gesperrt. Die offizielle Beschilderung führt zwar über diese Straße, doch in Google Streetview erscheint sie mir noch schmaler als der Weg, den wir gefahren sind und nicht wirklich für Wohnmobile oder Gespanne geeignet. Für die Fahrt mit dem Fahrrad nach Amsterdam ist dies aber sicherlich die schönere Route.
Werft auch einen Blick auf die Wegbeschreibung der Campingplatz-Website, da ggf. eine Umleitung für Dieselfahrzeuge beachtet werden muss.
Die Zufahrt zum Campingplatz irritierte uns etwas, weil wir zuerst auf einem Parkplatz landeten. Am Ende dieses Parkplatzes ist dann die eigentliche Zufahrt.
Stellplätze
Zur Wahl stehen einige gekieste Stellplätze direkt am Wasser oder befestigte Rasenstellplätze nicht ganz so nah am Wasser. Sie sind überwiegend sonnig, nur vereinzelt stehen Bäume auf den Rasenflächen.
Die Stromanschlüsse sind leider mit recht niedriger Spannung abgesichert, sodass öfter die Sicherung rausflog. Jeder Stromanschluss hatte seine eigene Sicherung, sodass wir sie leicht selbst wieder reindrücken konnten.
Die Stellplätze sind markiert, aber ohne Abgrenzung zu den Nachbarparzellen. Die Uferstellplätze befinden sich am Rand eines Kiesplatzes der den Eindruck eines Wohnmobilstellplatzes vermittelt. Sie sind nicht übermäßig groß, für die Markise reicht es aber.
Es gab für Männer und Frauen je einen Sanitärraum, in dem sich auf der einen Seite einige WC-Kabinen befanden, auf der anderen Seite 2 Duschkabinen.
Mittig ein rundes Waschbecken mit mehreren Wasserspendern. Kaum Ablage und kein Spiegel am Waschbecken, wenn man hier Zähneputzen oder sich Rasieren wollte. Und die Toiletten neigten mit dem steifen Klopapier und der Wasserspar-Spülung zum Verstopfen. Wir bevorzugten deshalb Waschbecken und WC in unserem Wohnmobil.
Die Duschkabinen waren sehr großzügig und mit Lüftung ausgestattet. Sie funktionierten mit Duschmarke (1€). Das Zahlkästchen hing vor der Duschkabine und sobald man die Münze eingeworfen hatte, lief das Wasser für 7 Minuten aus dem Deckenduschkopf. Man hatte keine Möglichkeit, es zwischendrin auszuschalten oder die Temperatur zu regeln. Temperatur und Wasserdruck waren für mich zwar in Ordnung, allerdings lief das Wasser viel länger, als ich es gebraucht hätte.
Zum Geschirrspülen gab es 2 Außenspülbecken. Sie waren groß und so tief, dass sich ihr Boden gefühlt auf Kniehöhe befand. Die Abtropffläche dagegen war zu hoch, um in einer daraufstehenden Spülschüssel bequem abwaschen zu können. Am zweiten Tag holten wir uns mit der Gießkanne heißes Wasser von den Spülbecken zum Abwaschen ins Wohnmobil.
Direkt bei den Spülbecken befindet sich auch die Entsorgungsstation fürs Grauwasser und dahinter die fürs Chemie-WC.
Kinselmeer
Das Kinselmeer wirkt trotz seines Salzwassers eher wie ein See. Einerseits weil ringsherum Land bzw. Deich zu sehen ist, andrerseits weil es durch die Abgeschlossenheit keine Brandung gibt.
Bei unserem Aufenthalt bestand der Deich wegen Bauarbeiten aus einem nackten Erdhügel. Wir hielten dies auch für den Grund, warum das Wasser trüb und olivgrünbraun war. Zum Baden lud es uns nicht ein, wobei sich andere weder davon noch vom Regen abschrecken ließen.
Im vorderen Bereich des Campingplatzes gab es einen Steg mit Seezugang für alle Campinggäste.
Wir nutzten das Kinselmeer, um mit dem SUP zu paddeln.
Ganz besonders schön fanden wir den Sonnenaufgang überm Wasser. Allein dafür hatte sich der Aufenthalt auf dem Uferstellplatz gelohnt.
Spiel und Sport
- Spielplatz vorhanden
- Fahrrad- und Kajak-Verleih
- Bootsliegeplätze und Anlegesteg an den Uferstellplätzen
Einkaufen und Gastronomie
Das Restaurant ist ein Zwischending zwischen Café, Bar und Kneipe. Wir studierten die Karte und bekamen den Eindruck von einem Schnellimbiss. Bei Regen versammelten sich hier trotzdem alle (Dauer-)Camper. Mein Mann fand nicht einmal mehr einen Platz, um ein Bier zu trinken.
Das Restaurant bietet einen Brötchenservice auf Vorbestellung. In der Rezeption gibt es auch noch ein paar Kleinigkeiten zu kaufen.
Kurz und bündig
- Hunde erlaubt
- etliche Dauercamper
- Die Website existiert nur teilweise auf Deutsch
Habt ihr noch Fragen zu diesem Campingplatz?
Habt ihr Camping de Badhoeve auch schon besucht? Gibt es noch etwas Erwähnenswertes hinzuzufügen?
Lasst es uns in den Kommentaren wissen!