Viele Menschen, eine Leidenschaft. Wer steckt wirklich hinter den vielen Camping-Accounts auf Instagram? Wäre das nicht interessant zu erfahren? Genau das wollten wir herausfinden und nahmen am Insta-Campertreffen und dem gemeinsamen Wanderausflug zur Wasserkuppe teil.
Mit Blick hinter die Kulissen 😉 und einem riesengroßen Dankeschön an die Organisatorin.
Geburtsstunde
Es war September, als Tanja mit der Werbung zum 1. Insta-Campertreffen begann. Hunderte von Campingprofilen lud sie in eine Instagram-Gruppe und zum Mitmachen ein. Ihre Vision: ein Treffen von Campern für Camper, bei dem alle Interessierten mitentscheiden, wo und wann es stattfindet.
Die Wahl fiel auf einen Campingplatz in der Mitte von Deutschland, der Termin wurde auf Ende April festgelegt. Passte natürlich nicht für jeden, doch nun konnte das Treffen gezielter beworben werden.
So interessant es klang, ich zögerte. Auf mich wirkte es wie eine Massenveranstaltung, bei der der Campingplatz bis auf den letzten Platz gefüllt werden sollte. Teilweise mit Doppelbelegung der Stellplätze, um mehr Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen.
Derart große Veranstaltungen sind eigentlich nichts für mich. Und wie sollten wir in nur 2 Tagen so viele Leute kennenlernen können? Das hatte ja nicht einmal mit den 30 Personen geklappt, mit denen wir beim Camping-Treffen des Abgefahn-Podcasts zusammengekommen waren!
Trotzdem meldete ich uns an. Ich war einfach zu neugierig, ob und wie so ein großes Treffen klappen kann.
Eine Mammutaufgabe
Das mit den Anmeldungen wurde für die Organisatorin eine Mammutaufgabe. Obwohl sie klar kommuniziert hatte, welche Angaben sie brauchte, trudelten die Infos nur bruchstückhaft bei ihr ein. Ein Puzzlespiel. Außerdem erreichten sie Anmeldungen über die unterschiedlichsten Kanäle, was teilweise unterging, wenn sie nicht ständig online war. Andere wandten sich direkt an den Campingplatz. Wie hätte sie da den Überblick behalten sollen?
Endlich hatte sie die Infos soweit zusammen, um die Stellplatzverteilung vorzunehmen. Nur – im Laufe des Winters sprangen viele wieder ab. Und neue Interessenten meldeten sich. Wie sollten wir da das Programm planen?
Tanja tat ihr Bestes, war aber manchmal kurz davor, alles hinzuschmeißen. Insbesondere als sie es mit Beschimpfungen und Beleidigungen zu tun bekam.
Viele Köche …
Inzwischen liefen die Vorbereitungen nicht mehr in Instagram, sondern in WhatsApp. Doch einfach war es trotzdem nicht.
Es gab so viele Vorschläge, dass ich ein total durchgetaktetes Wochenende befürchtete. Nach unseren bisherigen Erfahrungen war bei so einem Treffen gar kein großes Programm notwendig. Schließlich trafen wir uns ja, um uns kennenzulernen. Und das konnten wir am besten, wenn wir uns einfach am Campingplatz zusammensetzten. Aber eine diesbezügliche Frage wurde in der Gruppe sofort als Kritik an Tanjas Bemühungen angesehen. Ich wollte doch nur unnötige Arbeit verhindern!
Schließlich einigten wir uns auf einen Wanderausflug am Samstag, für alle die wollten. Alles andere, was ursprünglich geplant gewesen war, sei es Catering, kleine Ausstellung oder Gewinnspiel, entfiel wegen der ständig kleiner werdenden Teilnehmerzahl.
Zurück blieb der harte Kern. Diejenigen, die wirklich daran interessiert waren, am Campertreffen teilzunehmen. Immer noch eine bunte Mischung aus Paaren, Familien mit Kindern, Alleinreisenden, mit und ohne Hund, mit Wohnwagen, Wohnmobil oder (Dach-)Zelt.
Anreise und erstes Kennenlernen
Endlich war das Aprilwochenende gekommen: unser erstes Insta-Campertreffen. Über WhatsApp teilten wir Reise- und Ankunftsinfos und standen in regem Kontakt miteinander.
Mein Mann und ich waren am Freitagvormittag gestartet, hatten eine ausgedehnte Mittagspause in Rothenburg ob der Tauber verbracht und erreichten pünktlich zum Ende der Campingplatzmittagsruhe den Rhön Campingpark. Vor der Schranke wartete ein anderes McLouis Wohnmobil, ebenfalls Campertreffen-Teilnehmer. Mit diesen konnten wir uns gleich über die Besonderheiten eines McLouis austauschen.
Bereits früher angekommene Teilnehmer hatten sich auf einem der Stellplätze zusammengefunden. Nachdem wir unseren Stellplatz bezogen hatten, schnappten wir uns unsere Stühle und gesellten uns dazu. Mehrfach mussten wir den Kreis vergrößern, wenn weitere Neuankömmlinge dazustießen. Ein schönes erstes Zusammentreffen in der Frühlingssonne.
Abends lernten wir uns im campingplatzeigenen Gemeinschaftszelt weiter kennen und sprachen uns bezüglich der geplanten Wanderung ab.
Bereits früher angekommene Teilnehmer hatten sich auf einem der Stellplätze zusammengefunden. Nachdem wir unseren Stellplatz bezogen hatten, schnappten wir uns unsere Stühle und gesellten uns dazu. Mehrfach mussten wir den Kreis vergrößern, wenn weitere Neuankömmlinge dazustießen. Ein schönes erstes Zusammentreffen in der Frühlingssonne.
Abends lernten wir uns im campingplatzeigenen Gemeinschaftszelt weiter kennen und sprachen uns bezüglich der geplanten Wanderung ab.
Wanderung zur Wasserkuppe
Am Samstag machten wir uns als große Wandergruppe auf den Weg zur Wasserkuppe. Da keiner den Weg kannte und es zudem mehrere Möglichkeiten gab, nahmen wir unsere Wander-Apps zu Hilfe. Von Zeit zu Zeit warteten wir auf potentielle Nachzügler oder hielten, um uns neu zu orientieren. Schwierig wurde es, wenn sich die Wander-Apps uneinig waren. Doch wir einigten uns immer wieder, auch, was den Abstecher zum Aussichtspunkt Schafstein betrifft. Ein lohnenswerter Umweg.
Bis wir die Wasserkuppe erreichten, war es fast 13:30 Uhr. Hier trafen wir mit denjenigen zusammen, die nicht hatten wandern wollen/können und mit dem Auto gekommen waren.
Da die Wasserkuppe ein großes Areal ist, durfte nun jeder seine Zeit frei gestalten. Erst zum Abstieg wollten wir uns wieder treffen.
Auf der Wasserkuppe
Obwohl wir nicht schnell unterwegs gewesen waren, hatte mich die Wanderung angestrengt. Deshalb hatte ich leider keine Energie mehr, mir anzusehen, was es hier oben alles gab.
Dabei wäre das interessant gewesen, denn neben dem Segelflugplatz gibt es laut Internet
- eine Sommerrodelbahn
- einen Abenteuerspielplatz
- ein Rutschenparadies
- eine Achterbahn
- ein Segelflugmuseum
- eine Paragliding-Startbahn
- mehrere Restaurants
- und einiges mehr.
Mein Mann und ich stärkten uns jedoch lediglich an einem der Imbisse und unterhielten uns mit anderen vom Campertreffen, die ebenfalls hier gelandet waren. Beim nächsten Mal will ich unbedingt mehr von der Wasserkuppe sehen!
Gemeinsam sind wir weniger einsam
Zurück am Campingplatz fanden sich einige Grüppchen zusammen. Unser Grillspezialist hatte den Campingplatz-Grill einsatzbereit gemacht, sodass wir echte Thüringer Bratwürste überm Feuer grillen konnten. Danke Anne, fürs Mitbringen! Sie waren sehr lecker!
Mit unseren Tischen entstand eine lange Tafel, an der wir gemeinsam speisen konnten. Das war richtig schön! Schade, dass es nach Sonnenuntergang so schnell kalt wurde. Aber dafür gab es ja das beheizte Gemeinschaftszelt. Hier konnten wir unsere Gespräche fortführen. Die Stimmung war lustig und ausgelassen. Ein wirklich gelungenes Campertreffen!
Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!
Am Sonntag waren alle mit Zusammenpacken beschäftigt. Nach einer Abschiedsrunde machten auch wir uns auf den Heimweg.
In der WhatsApp-Gruppe ploppte eine Dankesnachricht nach der anderen auf. Allen hatte das Treffen megagut gefallen! Neue Freundschaften waren entstanden. Doch insgesamt war das Wochenende viel zu kurz gewesen, um alle kennenzulernen. Zwei Gründe, warum sehr schnell die Frage aufkam: Wann treffen wir uns wieder?
Während wir und viele andere noch auf der Heimfahrt waren, begannen wir bereits, unser Wiedersehen im nächsten Jahr zu planen …
Danke an Justin von @3_auf_tour und Bernd von @vanthusiastisch für eure Bilder, die ich in diesem Beitrag nutzen darf. Bei YouTube findet ihr auch ein Video von @vanthusiastisch zu unserem Treffen und dem Rhön Campingpark: Wanderung zur Wasserkuppe ab Minute 19:30, Bilder von der Wasserkuppe ab Minute 22:30
Danke an alle Teilnehmer des Treffens und dass wir uns kennenlernen durften! Hinterlasst gerne einen Gruß in den Kommentaren!
Welche Erfahrungen habt ihr bezüglich eines Campertreffens gemacht? Teilt sie gerne mit uns in den Kommentaren!












