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Tropical Islands: Freizeitspaß im Megatropenland

Thermalbad, Wasserrutschenspaß, botanischer Tropengarten, Zoo, Abenteuerübernachtung oder Campingaufenthalt, Wellness, Indoorfreizeitpark – das alles bietet Deutschlands größtes tropisches Resort, das Tropical Islands in Brandenburg. Ein Ausflugsziel, an dem es viel zu entdecken gibt!

Unsere Kinder strahlten, als wir ihnen an der Ostsee eröffneten, dass wir den Rückweg an Berlin vorbei nehmen und einen Tag im Tropical Islands verbringen würden. Eine teure Angelegenheit, die wir uns trotzdem einmal gönnen wollten.

Europas größte Tropenlandschaft, liegt ungefähr eine Autostunde südlich von Berlin. Das Besondere daran: Sie befindet sich in einer ehemaligen Zeppelin-Bauhalle auf dem Gelände eines ehemaligen Flughafens.

Campingplatz oder Wohnmobilstellplatz, Parken

Das Tropical Islands Resort betreibt einen Campingplatz. Leider hat dieser nicht besonders gute Bewertungen. Deshalb entschieden wir uns für den Wohnmobilstellplatz. Da wir dort weder Strom noch Ver- und Entsorgung hatten, verbrachten wir die Nacht zuvor beim Wald- und Naturcamping Tonsee und nur die Nacht nach dem Thermenaufenthalt am Wohnmobilstellplatz.

je näher man kommt, desto mächtiger wirkt die ehem. Zeppelinhalle

Die große Parkfläche ist ziemlich langgezogen. Das liegt daran, dass der jetzige Parkplatz (P3+P2) früher Start- und Landebahn eines Militärflughafens war. Wir zahlten 7€ für den Übernachtungs-Parkschein (Sommer 2025).

Auf dem großen Parkplatz P4 am Kreisverkehr und Rand des Geländes, hätten wir auch kostenlos übernachten können.

Übernachtung am Wohnmobilstellplatz P3
Ausfahrt aus P3 mit Blick auf P2

PKW haben vier Parkplätze zur Auswahl:

  • P4 – kostenlos, ca. 800 Meter zum Eingang der Halle
  • P2+3 – kostenpflichtig, günstiger als die Übernachtungsgebühr, ca. 500 Meter zum Eingang der Halle
  • P1 – kostenpflichtig, teurer als P2+3, direkt neben der Halle und deshalb gut belegt

Ankunft im Dome

Es war schon beeindruckend, wie riesig die Zeppelinhalle, auch Dome genannt, vor uns aufragte!
Von P3 aus mussten wir ein Stück um sie herumlaufen, um zum Eingang zu gelangen.

Sobald wir die Eingangstüren passiert hatten, empfing uns tropische Hitze von ca. 30°C und eine Luftfeuchtigkeit von fast 100%. Positiv überrascht war ich, dass es nicht so laut war, wie ich befürchtet hatte. Nach meinen Erfahrungen im Aqua Mundo und vor allem in den Erdinger Thermen, wo es ohrenbetäubend laut ist, war es hier richtig angenehm.
Mit unseren Online-Tickets zogen wir an den Automaten links vom Eingang Chip-Armbänder. Die Chips ermöglichten uns den Durchgang durch die Drehkreuze, schlossen die Spinde und waren Zahlungsmittel im Park.

Die Spinde befanden sich in einer künstlichen Felsenhöhle. Umkleidekabinen gab es verhältnismäßig wenige, weshalb mein Mann und ich uns direkt vor unserem Spind umzogen, wie etliche andere auch.

Tropische Insel 1: die Halle

Die Halle ist riesig, wir mussten uns erst einmal orientieren. Wegweiser und Geländeübersichten helfen beim Zurechtfinden.

Es gibt zwei große Thermalbecken:

  • Die Lagune mit Wasserfall, Sprudeln, 2 Röhrenrutschen, Springbrunnen und einem flachen Kinderbereich.
  • Die Südsee mit einem umfangreichen Rutschenturm auf der einen Seite, einem Kinderwasserspielbereich auf der anderen Seite und einer Bühneninsel in der Mitte.
  • Die Wassertemperatur betrug 32°C.
Tropical Islands Lageplan Lagune
Lagune: Kopfsteinpflaster zwischen Sandstrand und Becken
Lagune: flacher Kinderbereich; mehr Bilder mit abendlicher Beleuchtung siehe unten

Anders als in anderen Schwimmbädern gibt es hier keinen Barfußbereich. Die beiden Thermalbecken sind von Sandstrand umgeben, die Wege bestehen teilweise aus Kopfsteinpflaster. Wir waren froh, Crocks bzw. Flipflops dabei zu haben.

Tropical Islands Lageplan Südsee
Südsee mit Rutschenturm
Südsee-Kinderbereich Kraki Beach

Wir hatten gelesen, dass die Liegen knapp werden können. Das mag vielleicht für die an den Sandstränden gelten, aber auf den großen Balkonen mit Blick auf die Südsee, wo wir schließlich „Quartier bezogen“, gab es noch viele freie. Trotz Samstag. Außerdem gab es hier die Gesundheitsliegen, die wir viel bequemer finden als die geraden Liegestühle. Einen Nachteil hatten die Liegen auf der Balkonterrasse aber: die Sonne schien durch die Glasplatten der Halle direkt darauf. Da wäre der Schatten unter den Balkonen angenehmer gewesen, aber dort war es uns zu düster gewesen.

Ansonsten beherbergt der Dome gefühlt eine kleine Stadt mit mehreren Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, einen weiteren großen Wasserrutschenturm, viele weitere Freizeitangebote, einen Urwald mit Tieren und vielen tropischen Pflanzen und – damit hatte ich nicht gerechnet – diverse Übernachtungsmöglichkeiten. Mehr dazu weiter unten.

Nicht-tropische Insel 2: Amazonia, das Freigelände

So tropisch es in der Halle ist, Deutschland hat i.d.R. kein tropisches Wetter. Deshalb mag das Außengelände zwar AMAZONIA heißen, ist temperaturmäßig aber nicht tropisch.

Hier gibt es eine große Liegewiese, Beachvolleyball-Felder, zwei Wasserbecken mit Massageliegen, Sprudeln und Strömungskanal sowie einer breiten Wellenrutsche. Das Becken mit der Wellenrutsche öffnete erst mittags und das Anstehen mit nasser Haut bei nur 23°C und leichtem Wind ließ uns frieren.

das Becken mit Strömungskanal war ganz schön voll
Liegewiese, dahinter Beachvolleyball-Felder

Die Schlange zur Wildwasserbahn begann drinnen, war ziemlich breit und mir zu lang. Unser Großer fand, dass es trotzdem recht flott vorwärts gegangen war.

Eine Besonderheit ist auch die Stehende Welle, auf der man surfen kann. Kostet allerdings extra.

Der Boden im Tunnel, der vom Dome nach AMAZONIA führt, war sehr rutschig. Das Außengelände schloss mit Sonnenuntergang.

Surfen auf der Stehenden Welle
rutschiger Tunnel zwischen Dome und AMAZONIA

Essen und Trinken

Essen und Trinken darf offiziell nicht mit ins Tropical Islands genommen werden. Wir hielten uns weitgehend daran – außer ein wenig Obst brachten wir nichts mit. Viele andere jedoch aßen ganz ungeniert ihre mitgebrachte Brotzeit auf den Liegestühlen, PET-Wasserflaschen standen herum und keiner sagte etwas.

Erwartungsgemäß war das Essen recht teuer. Wir aßen 2x im Palm Beach Restaurant und zahlten für einen Burger mit Pommes Crispers 20€. Am Abend begnügten wir uns jeder mit einer Portion Pommes Crispers (= Kartoffelecken) ohne Ketschup und Mayo. Wir bekamen trotzdem beides dazu, obwohl es normalerweise pro Schälchen 50 Cent extra kostete. Und letztlich waren wir froh darum, weil es ohne irgendwann zu trocken geworden wäre.

Südsee-Restaurant
Lecker war's: Burger+Flammkuchen; zu Trinken gab's die Refill-Variante

Beim Trinken nutzten wir den Refill-Becher: Einmal gekauft konnten wir ihn alle 45 Minuten neu auffüllen. Die Auswahl an diesen Automaten war riesig und begeisterte mich: Cola, Spezi, Fanta, Sprite, Eistee, in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen wie Erdbeere, Pfirsich, Himbeere, Zitrone, Kirsche u.a., zero oder normal. Auch mehrere Wassersorten mit und ohne Geschmack, mit und ohne Sprudel gab es. Mir schmeckte am besten das Himbeerfanta mit Wasser verdünnt.

Wer sich nach weiterer innerlicher Abkühlung sehnt, kann sich an der Slushy Factory oder der Frozen Joghurt Station eine eisige Erfrischung selbst zusammenstellen.

Slushy-Eis zum Selbermischen
Joghurt-Eis zum Selbermischen

Regenwald – Zoo und botanischer Garten in einem

Besonders fasziniert war ich vom tropischen Regenwald, der sich zwischen Lagune und Südsee befindet und durch den sich mehrere Wege schlängeln. So viele unterschiedliche tropische Pflanzen! Und dann die Vögel, die frei herumfliegen, vor allem Wellensittiche und Zebrafinken! Mindestens zwei Goldfasane entdeckte ich und im Teich leben Flamingos, Schildkröten und (blaue) Fische.

An einer anderen Stelle im Dome gab es noch eine große Voliere mit Aras, davor ein Becken mit Koi-Karpfen.

anfänglich hab ich mich glatt verlaufen auf den verschlungenen Regenwaldwegen
Ara-Voliere an der Lagune

Irgendwann entdeckte ich im Dschungel einen großen Schmetterling, etwas später dann das Schmetterlingshaus mitten im Urwald, aus dem er offenbar entkommen war. Sowohl im Schmetterlingshaus als auch im Regenwald hielt ich mich ziemlich lange auf, so viel gab es hier zu sehen!

Schmetterlingshaus im Regenwald
süße Flauschkugel: junger Zebrafink

Kids Club und weitere Attraktionen

Außer Relaxen, Wasserspaß und Tropenwald bietet das Tropical Islands noch weitere Attraktionen. Für Kinder gibt es einen Kids Club, man kann Minigolf spielen oder eine kurze Ballonfahrt in der Halle machen. Wir durften einen Heiratsantrag im Ballonkorb beobachten!

Auch Einkaufsmöglichkeiten und Glücksspiele stehen zur Verfügung. Und zur Unterhaltung finden mehrmals am Tag verschiedene Brasilian Shows statt.

Nachteil vieler dieser Angebote ist, dass sie zusätzlich kosten.

Kids-Club mit Minitrampolinen, Autofahren u.v.m.
Minigolf
Einkaufsmöglichkeit
nicht an allen Wochentagen gibt es Brasilian Shows
Ballonfahrt allein? Nein, der Mann kniet vor ihr im Korb!
Glücksspiel Flamingos angeln
Airbrush-Tattoo gefällig?

Übernachtungsmöglichkeiten

Neben dem Campen bietet das Resort unglaublich viele Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb und auch innerhalb der Halle. Die Angebote im Dome reichen von verschiedenen Zimmern bis hin zu Hütten und Zelten.

Den Google Rezensionen konnte ich entnehmen, dass es eine Kofferaufbewahrung gibt und dass Spinde für Übernachtungsgäste extra kosten.

Safari-Zelte im Sand
Premium-Zelte am Rutschenturm

Eine Übernachtung im Dome ist sicherlich ein Erlebnis. Persönlich kann ich mir jedoch nur schwer vorstellen, in dieser feuchten Hitze gut schlafen zu können. Bei einigen Hütten entdeckte ich allerdings eine Klimaanlage. Aber eine Unterkunft, die nur einen Vorhang als Tür hat oder bei der die Tagesgäste direkt vorbeilaufen entspricht nicht meiner Wohlfühlvorstellung. Ein wenig störte es mich auch, dass mir immer wieder Personal mit Wäschewagen begegnete.

Man kann direkt an der Zimmertür dieser Lodges vorbeigehen
Die Hütten über dem Wasserfall der Lagune haben Klimaanlage
An jeder Tür steht die Zimmernummer

Was ich sonst noch sagen möchte

  • So lange Öffnungszeiten hab ich noch nirgends erlebt: 08:00 – 23:30 Uhr!
  • Es gibt mehrere Dusch- und WC-Räume. Einer davon war immer wegen Reinigung gesperrt. Die Duschen nahe dem Umkleidebereich waren sehr frequentiert, ich bevorzugte die im Tunnel zwischen Lagune und Südsee.
  • Wie schon erwähnt, der Aufenthalt ist teuer. Wir zahlten im Sommer 2025 für unsere Familie 179€ allein für den Eintritt. Hinzu kamen Essen und Trinken. Auf zusätzlich kostende Angebote verzichteten wir.
  • Auf den Armband-Chips gibt es ein Ausgabelimit von 250€ bei Erwachsenen und 35€ bei Kindern. Mehr ausgeben ist trotzdem möglich – dann muss man eben zwischendrin zum Bezahlautomaten gehen.
  • An mehreren Stellen stehen Terminals, an denen man seine Ausgaben überprüfen kann.
  • Im Umkleidebereich entdeckte ich ein Terminal, an dem man seine Spindnummer nachschauen kann, falls man die vierstellige Zahl vergessen hat. Also sein Chip-Armband besser nicht verlieren!
Tunnel zwischen Lagune und Südsee mit mehreren Sanitärräumen
Terminals für Ausgabencheck + Spindnummer-Anzeige
  • Ich war irgendwann froh, die nasse Badebekleidung gegen trockene wechseln zu können. Kalt war mir zwar nicht, doch als wir im Dezember im Aqua Mundo waren und die Sonne nicht so heiß auf die Halle schien, fror ich sehr schnell. Ich kann mir vorstellen, dass es im Tropical Islands ähnlich ist. Manche Rezensionen empfehlen sogar einen Bademantel.
  • Mehrere Frauen in Burkinis waren im Bad
  • Das Wasserrutschenangebot war für den einen unserer Teenager fast zu langweilig, für den anderen die perfekte Mischung
  • Mein Mann verließ das Tropenland am frühen Abend. Ihm war die feuchte Hitze zu anstrengend. Wir anderen wollten unbedingt die abendliche Beleuchtung sehen und fanden sie tatsächlich sehenswert.
  • Mit der Sonneneinstrahlung auf unserer Balkonterrasse war es nicht nur heiß, wir nutzten sicherheitshalber auch Sonnencreme. Für den Außenbereich ebenfalls zu empfehlen.

Unser Fazit

Es hat sich gelohnt, das Tropical Islands kennenzulernen. Für einen Wellnesstag und dem Genießen des Refillbecherangebots kommen wir gerne wieder. Für einen Action-Wasserrutschen-Erlebnistag würde sich unser Sohn eher für die Erdinger Therme bei München oder den Aquapark Istralandia in Kroatien entscheiden.

Wie seht ihr das? Lohnt sich ein Besuch im Tropical Islands? Was spricht aus eurer Sicht dafür oder dagegen?
Welche Angebote gibt es im Tropical Islands noch, die wir nicht entdeckt haben? 
Welches Restaurant habt ihr ausprobiert?
Wie ist es, im Dome zu übernachten?

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