Eigentlich wollte unser 15-Jähriger lieber daheimbleiben, anstatt mit uns in Urlaub zu fahren. Wir fanden einen Kompromiss und landeten … zum zweiten Mal im Vakantiepark Duinrell. Diesmal campten wir in „Duinvallei“ statt auf „Eiland“, testeten Pannekoeken und schauten, was sich in zwei Jahren im Freizeit- und Ferienpark getan hat. Und ausgerechnet der, der gar nicht mitwollte, wollte am Ende nicht mehr heim.
Wieder erst zur Anmeldung
Diesmal wollte uns der Ferienpark die Unterlagen rechtzeitig vorab zuschicken. Zumindest die Zusage hatten wir, die Unterlagen nicht. Also wie beim ersten Mal: parken auf dem Besucherparkplatz, vorlaufen zur Rezeption, Anmeldung, Wohnmobil holen. Wir bekamen exakt die Unterlagen, die wir hätten zugeschickt bekommen sollen – ein entsprechender Vermerk am Umschlag verriet es uns. Wenigstens kannten die Schranken am Besucherparkplatz bereits unser Kennzeichen und öffneten sich von allein.
Campen im Duinvallei
Diesmal hatten wir nicht den zentralen Campingbereich „Eiland“ gewählt, sondern das am Rand gelegene Dünental „Duinvallei“. Hintergrundgedanke war gewesen, dass wir mit den Katzen unterwegs sind. Waren wir dann doch nicht. Übrigens hätten wir in Duinrell für Katzen dasselbe zahlen müssen wie für Hunde.
Die Zufahrtsstraße im Duinvallei war bis zu den Glampingzelten gepflastert, die einzelnen Wege zu den Stellplätzen nur am Rand des Pflasterweges angedeutet. Für mich war deshalb erst einmal nicht ersichtlich, wo Weg und wo Stellplatz war. Der Boden bestand überall aus trockenem Gras und Sand. Viel Sand. Zwei Tage später blieben unsere neuen Nachbarn bei Ankunft im tiefen Sand am Weg zu ihrem Stellplatz stecken und mussten von Duinrell-Mitarbeitern rausgezogen werden.
Unser Stellplatz hatte eine schöne Mischung aus Sonne und Schatten. Doch die Bäume machten auch viel Dreck. Sand und Dreck setzten sich überall ab. Trotzdem gefiel es uns hier sehr gut.
Die kleine Sanitäranlage am Rand von Duinvallei war mit insg. 4 Toiletten und 5 Duschen recht knapp bemessen, v.a. zu Zeiten, in denen jeweils eine Hälfte zu Reinigungsarbeiten geschlossen war. Der Duschkopf spritzte das Wasser genau in Richtung der Haken und es gab keinen Temperaturregler. Für mich passte die Wassertemperatur, mein Mann hätte es an heißen Tagen gerne kühler gestellt.
Extra für Duinvallei hatten wir mitgenommen bzw. neu angeschafft:
- unseren externen Abwasserkanister vom Wohnwagen, damit wir mit dem Wohnmobil nicht zur Entsorgungsstation fahren mussten, von der es nur eine einzige ganz am anderen Ende des Ferienparks gibt
- einen neuen Frischwasserkanister, um nicht mit einer Gießkanne so oft für Frischwasser laufen zu müssen (auf „Eiland“ hatten wir einen Wasserhahn am Stellplatz gehabt)
- einen Sackkarren, um die Kanister nicht tragen zu müssen
Neues im Freizeitpark
In den 2 Jahren seit unserem letzten Besuch hatte sich einiges im Freizeitpark verändert:
- neue Attraktion Drifter – machte richtig Spaß und war bei weitem nicht so laut und stank nicht nach Gummi wie wir das in der Stunt-Show im Movie-Park erlebt hatten
- erneuerte Kikker-Achterbahn
- Duinrell-Schriftzug mit mannshohen Buchstaben als Foto-Spot
- neuer Duinrell Express statt des Mini-Trains
- neue Eisdiele gegenüber vom Riesenrad
- neuer Kletterberg am Spielplatz
Welche Attraktionen es im Duinrell-Freizeitpark sonst noch gibt könnt ihr im Beitrag „Campen im Erlebnispark“ nachlesen.
Duinrell-Gastronomie
Die Gastro-Betriebe im Freizeitpark öffnen und schließen mit den Fahrgeschäften. Die am Plaza des Ferienparks haben dafür abends geöffnet.
Dieses Jahr testeten wir das Pannekoeken-Haus im Ferienpark, ein großes Glashaus mit Tischen, die um ein historisches, zweistöckiges Karussell gruppiert sind. Allein das Karussell ist ein Hingucker und wir probierten es nach dem Essen natürlich aus.
Das Restaurant hat Selbstbedienung. Wir Eltern entschieden uns für herzhafte Pfannkuchen mit Pilzen, Zwiebeln und Käse, die Teenies für süße Varianten mit Obst, Schokosoße und Sahne. Obwohl nur wenige Tische besetzt waren, mussten wir relativ lange warten.
Lecker waren sie, die Pannekoeken. Aber wirklich satt wurde ich nicht und unserem Großen war es irgendwann zu viel Schokosoße.
Da ich das Kaassoufflé von unserer letzten Niederlandreise in guter Erinnerung hatte, aßen wir nochmals in der Snack-Corner, dem Fastfood-Restaurant im Duinrell Plaza. Leider immer noch nicht empfehlenswert: teuer, lätscherte Pommes und das Kaassoufflé schmeckte genauso wie aus dem Food-Automaten.
Wie aus langweilig ein Verlängerungswunsch wurde
Im Sommer 3 Wochen wegfahren? Wollte unser 15-Jähriger nicht.
Ihn 3 Wochen allein daheimlassen? Wollten wir nicht.
Also einigten wir uns auf 2 Wochen gemeinsame Urlaubsreise und verschoben deshalb unsere Normandie-Reise zum 4. Mal: zu weit für 2 Wochen, zu uninteressant für unseren Teenager.
Nur in Deutschland bleiben wollten wir nicht, also nochmals in die Niederlande, nach Duinrell. Diesmal sogar für 6 Tage.
Wirklich begeistert war unser 15-Jähriger auch davon nicht – kannte er ja schon. Und am 3. Tag dort meinte er dann auch: „Langsam werden die Achterbahnen langweilig.“ Sogar die Falcon, mit dem senkrechten Bergauf und dem mehr als senkrechten Bergab, dem Looping und der Schraube, auf die er sich zwei Jahre zuvor kaum getraut hatte, war er diesmal „mindestens schon 10x“ gefahren.
Doch als leidenschaftlicher Fußballer nutzte er intensiv die Sportplätze gleich in der Nähe von Duinvallei. Hier lernte er andere Jugendliche kennen, Engländer, Franzosen, Niederländer, Deutsche. Ein buntes Durcheinander an Nationalitäten, die dennoch viel Spaß miteinander hatten. Vor allem abends nach Parkschließung. Am Ende wollte unser 15-Jähriger nicht mehr abreisen, so wohl fühlte er sich mit seiner neuen Clique.
Habt ihr auch Teenies, die nicht mehr mit euch in Urlaub fahren wollen, aber noch zu jung sind, um sie für längere Zeit alleine zu lassen? Wie überzeugt ihr sie, doch mitzukommen?
Erzählt uns in den Kommentaren davon!




