Nach meiner Wanderung am Buchenberg mit anschließender Übernachtung am Reisemobilstellplatz Via Claudia Camping, nutzte ich unseren nächsten Aufenthalt dort, um direkt vom Stellplatz aus zu wandern. Der Lechstausee Urspring lag wunderschön vor uns – was bot sich also mehr an, als den Rundweg darumherum zu erwandern?
Lechstaudamm
Das nördlichste Stück des Lechseerundwegs lief ich sogar mehrfach. Vom Reisemobilstellplatz Via Claudia aus ist er in nur wenigen Schritten erreichbar und die Sicht von dort auf den See, den Campingplatz, die Berge und abends auf den Sonnenuntergang ist fantastisch.
Auf der anderen Seite des Staudamms gibt es eine Fischtreppe – ein ziemlich langer, künstlich angelegter Flusslauf. Sehr interessant.
Sehenswert fand ich es auch, wenn sich Schwäne am See in die Lüfte erhoben, um über den Staudamm hinwegzufliegen oder von unten zurück auf den See zu kehren. Einmal hatte ich das Glück, dass sie direkt auf mich zukamen und über mich hinwegzogen. Beeindruckend.
Am Ostufer entlang des Lechsees
Nach dem Staudamm führte der Weg oberhalb eines Segelvereins vorbei, bis er ein Stück weiter in den Wald tauchte und mich zurück ans Seeufer brachte. Eine Impulsstation zwischen Bäumen mit Blick aufs Wasser forderte mich auf, einen Naturgegenstand zu suchen und bis zur nächsten Station mitzunehmen.
Der Weg war schmal, stellenweise noch feucht vom Regen und bot viele schöne Blicke auf den See, die Berge und das gegenüberliegende Ufer, auf dem sich der Campingplatz Via Claudia erstreckte, gefolgt von einer Ferienhaussiedlung.
Am See tummelten sich viele Wasservögel, Blesshühner, Enten und majestätische Schwäne. Wolken spiegelten sich auf der Wasseroberfläche. Die Lichtverhältnisse faszinierten mich: Schaute ich nach Süden erschien das Wasser grau, Richtung Norden leuchtete es fast strahlend blau.
Kurzzeitig verließ der Weg nochmals das Seeufer, verlief wieder etwas oberhalb entlang einer Kuhweide mit schönen Blicken auf die Alpen. Etwas weiter kehrte er über große Stufen ans Ufer zurück.
Inzwischen war der See schmal geworden – ich merkte, dass ich eigentlich entlang des Lechs lief. Ein großes Floß mit fröhlichen Touristen an Bord zog vorbei.
Das letzte Stück am Flussufer entlang führte durch halbhohe Büsche und Bäume. Immer noch wartete ich auf die nächste Impulsstation. Ich fand sie schließlich an der kleinen Stromschnelle kurz vor der Lechbrücke, dort, wo große Felsen im Wasser liegen, auf die ich kletterte.
Durch Lechbruck
Auf die Lechbrücke freute ich mich ganz besonders. Als wir von Halblech kommend mit dem Wohnmobil darübergefahren waren, fand ich den Blick von dort schon toll. Jetzt konnte ich ihn endlich auch fotografisch einfangen. Auch Richtung Süden gefiel mir der Blick von der Brücke. Ob sich der weitere Wanderweg entlang des Lechs lohnt? Wenn ihr mehr wisst, schreibt es doch mal in die Kommentare!
Auf der anderen Lechseite hielt ich mich weiterhin dicht am Ufer, auf dem immer wieder (Liege-)Bänke zum Verweilen einluden. Ich kam an einem Spielplatz vorbei, den wir schon 2009 mit unserer Kleinen besucht hatten. Jetzt erfreute ich mich an der Blumenpracht neben dem Zaun.
Dem Uferweg folgend bekam ich vom eigentlichen Ort Lechbruck kaum etwas zu sehen. Ich kam an mehreren Sportplätzen vorbei und landete schließlich auf einer Liegewiese am Bootshafen. Im Hafen fand gerade ein Fest statt, mit Musikbühnen, Fressbuden und vielen Menschen an Biertischen. Ich zwängte mich an einem Bauzaun vorbei auf den Festplatz, der zwischen Liegewiese und Festplatz aufgestellt worden war.
Entlang der Via Claudia Richtung Campingplatz
Vorbei an der Anlegestelle der großen Flöße folgte ich dem Weg weiter auf eine Halbinsel mit Vogelbeobachtungsstation. Über eine überdachte Holzbrücke gelangte ich zurück ans Seeufer. Der Uferwanderweg verlief jetzt parallel zur Anfahrtsstraße zum Campingplatz.
Ich genoss weiterhin die Blicke auf den See und die Berge. Wenn ich mich umdrehte, winkte mir der Kirchturm von Lechbruck zu. Dieses Wegstück wanderte ich am nächsten Tag bei sonnigerem Wetter noch einmal, mit Abstecher zum Aussichtsfloß und zum Aussichtspunkt am Weiden-Tippi. Hier gab es einen Selfie-Point: Einen Holzpfosten mit Einkerbung, in die ich das Handy stellen konnte. So etwas sollte es öfter geben!
Das letzte Wegstück, Dauer und Länge des Rundwegs
Wie erwartet wurde mir der Weg am Ende recht anstrengend und ich war froh, dass ich als Campinggast nicht den offiziellen Weg außen am Campingplatz vorbei nehmen musste.
Auf den Wegweisern stand 2h als Zeitangabe für den Rundweg. Ich war länger unterwegs, obwohl ich flott gelaufen war. Allerdings immer wieder mit Stehenbleiben zum Aussicht Genießen und Fotografieren.
- 2,5 Stunden (hatte ich überlesen, kommt aber hin, mit Kindern sicherlich länger)
- dass der Weg ca. 8,4 km lang ist. Meine Lauf-App zeigte hinterher über 10 km (wobei die immer etwas mehr anzeigt als andere Lauf-Apps)
Zusammenfassend …
… kommt von mir eine klare Wanderempfehlung für den Rundweg um den Lechstausee Urspring:
- Der Weg ist weitgehend eben mit vielen schönen Blicken auf den See und die umliegenden Berge
- Zum Genießen und mit (Brotzeit-)Pausen lieber mehr Zeit einplanen
- Führt an einer Kneippanlage, Outdoor-Fitnessgeräten und einem Spielplatz vorbei
- Einkehrmöglichkeit am Bootshafen oder im Ort (in Spielplatznähe ist der Umweg am geringsten)
- Am Ostufer des Sees Natur pur
- Kann in beiden Richtungen gelaufen werden
Welche Wanderungen in der Nähe von Lechbruck und dem Campingplatz Via Claudia könnt ihr empfehlen?
Lasst es uns in den Kommentaren wissen!













