Groß, alt, imposant und durch mehrere historische Persönlichkeiten bekannt geworden: Die Wartburg in Thüringen ist auf jeden Fall einen Besuch wert!
Außerdem in diesem Beitrag: Unsere Hotels in Cuxhaven und Eisenach, empfehlenswerte Pizzeria in Eisenach, das Kleingedruckte von Sanifair, Nachteil vom PKW-Reisen.
Inhalte
Heimreise von Norddeutschland nach Bayern
Zweimal Zufallsnachbarn
Hotel in Cuxhaven
Hildesheimer Umgebung
Nachteil von Reisen ohne Camper
Das Kleingedruckte von Sanifair
Unwetterabend in Eisenach
Hotel und Pizzeria in Eisenach
Unwetter
Wartburg-Besuch
Historische Personen der Wartburg
Anreise
Wartburg Burggelände
Wartburg Führung
Wartburg Burgbauplatz
Abstieg zum Parkplatz
Heimreise von Norddeutschland nach Bayern
Zweimal Zufallsnachbarn
Als wir vom Schiff von Helgoland zurück nach Cuxhaven kamen, fanden wir unser Auto tatsächlich umgeparkt – es war vor der Sturmflut in Sicherheit gebracht worden. Neben uns parkte das Auto unserer Bungalownachbarn – so ein Zufall! Jetzt konnten wir uns sogar noch verabschieden.
Hotel in Cuxhaven
Nach einer zweckmäßigen Übernachtung im B&B-Hotel Cuxhaven und einem abschließenden Wattspaziergang machten wir uns auf die erste Etappe unserer Heimreise.
Hildesheimer Umgebung
Eine Stauumfahrung zeigte uns, wie schön die Gegend um Hildesheim ist. Definitiv eine Gegend, die wir auch mal mit Wohnmobil bereisen könnten.
Nachteil von Reisen ohne Camper
Auf der Autobahn bekamen wir die Nachteile des PKW-Reisens zu spüren. Mit Wohnmobil/Wohnwagen haben wir immer alles dabei, auch eine Toilette. Doch nur mit PKW war das anders. Was also tun, wenn die Blase drückt, sich aber kein Rastplatz zeigen will? Da blieb nur, beim nächsten Fastfood-Restaurant zu halten.
Das Kleingedruckte von Sanifair
Später auf der Fahrt wollten wir noch die gesammelten Sanifair-Gutscheine einlösen. 1€ pro Voucher hieß es. Aber: Pro gekauften Artikel durften wir nur einen Gutschein einlösen.
Unwetterabend in Eisenach
Hotel und Pizzeria in Eisenach
In Eisenach kamen wir im Landhotel „Alte Fliegerschule“ unter. Obwohl mein Mann gern die im Hotelrestaurant angebotene Thüringer Bratwurst probiert hätte, wollten wir anderen lieber Pizza. Google leitete uns zu der sehr gut bewerteten Pizzeria Da Vinci in Eisenach. Den nahen Parkplatz konnten wir bequem mit der easypark-App zahlen.
Wir saßen im Außenbereich, nur durch einen Zaun vom Kopfsteinpflaster der Straße getrennt. Immer wieder rumpelte ein Auto darüber – zum Glück nicht ständig, denn das war schon ein wenig störend. Pizza und Nudelgerichte waren jedoch sehr lecker. Außerdem speisten wir hier deutlich kostengünstiger, als wir das im Hotel getan hätten. Und die Pizza kostete nur knapp 60 % von dem, was wir im Helgoländer Dünenrestaurant für die Pizza bezahlt hatten.
Unwetter
Später am Abend schoben sich immer dunklere Wolken über uns zusammen. Wir flüchteten aus dem Hotel-Biergarten ins Hotelzimmer und beobachteten, wie sich die Hitze des Tages in einem heftigen Gewitter entlud. „Wie ein Schleier staubt der Regen“ konnten wir hier definitiv beobachten.
Wartburg-Besuch
Historische Personen der Wartburg
Als Jugendliche durfte ich das Musikspiel „Elisabeth von Thüringen“ von Peter Janssens (Musik) und Hermann Schulze-Berndt (Text) in einem Workshop kennenlernen. Seitdem verbinde ich die Wartburg vor allem mit Elisabeth, dem Mädchen aus Ungarn, das als 4-Jährige an den Thüringer Fürstenhof verkauft und im Alter von 13 Jahren mit dem Thronfolger Ludwig IV. verheiratet wurde. Nach dem frühen Tod ihres geliebten Mannes verließ sie die Wartburg und kümmerte sich aufopferungsvoll um Kranke. 1235 wurde sie von der katholischen Kirche heiliggesprochen.
Auch Martin Luther ist eine bekannte Persönlichkeit im Zusammenhang mit der Wartburg. Im 16. Jahrhundert übersetzte er dort das Neue Testament ins Deutsche. Mehr dazu auf der Seite der UNESCO.
Anreise
Mit dem Auto fuhren wir den Burgberg hinauf bis zum kostenpflichtigen Parkplatz unterhalb der Wartburg. Somit hatten wir die ersten 100 Höhenmeter schon überwunden. Von hier aus führten zwei Fußwege zur Burg hoch, einmal 15 Minuten mit 13% Steigung und einmal etwas länger mit 7% Steigung. Während ich noch überlegte, ob und welchen Weg ich laufen möchte, hatte mein Mann bereits den Shuttle bezahlt, einen Kleinbus mit 7 Sitzplätzen. Um 9:30 Uhr hatten wir ihn jedoch ganz für uns alleine. Im Nu kurvte er die steile Straße hinauf und entließ uns auf dem Vorplatz zur Zugbrücke.
Wartburg Burggelände
Zuerst bewunderten wir das imposante Bauwerk von außen und machten Fotos am Aussichtspunkt. Auch der Blick ins Tal mit den noch zum Teil wabernden Morgennebeln war schön.
Dann ging es über die Zugbrücke und einen sehr breiten Torturm ins Burginnere. Der vordere Innenhof war schmal und langgezogen, die Gebäude eine Mischung aus Fachwerk und Burgbau. Durch einen weiteren Torbogen gelangten wir in den hinteren, größeren Burghof. Hier gab es eine große Zisterne, einen kleinen Burggarten und den besteigbaren Südturm.
Wartburg Führung
Im Haus zwischen den beiden Innenhöfen erwarben wir Tickets sowie eine Fotoerlaubnis für mich für die Führung durch den Palas, dem Wohngebäude der Kurfürsten-Familie. Meinen Rucksack sperrte ich in ein Schließfach.
Wir mussten nur wenige Minuten auf den Beginn der Führung warten. Sie startete im untersten Stockwerk des Palas und führte uns Etage für Etage nach oben. Wir sahen den Rittersaal, das Esszimmer und die Elisabethkemenate mit Glasmosaiken, die die Geschichte der heiligen Elisabeth von Thüringen erzählen. Wir kamen durch die Kapelle, den Sängersaal bis hin zum großen Festsaal, der heute noch für Veranstaltungen genutzt wird. Für den bayerischen König Ludwig II. war dieser Festsaal offenbar so beeindruckend, dass er ihn in Schloss Neuschwanstein nachbauen ließ.
Raum für Raum schloss die Führerin uns auf und versperrte die Türen hinter uns wieder. Ein längeres Verweilen, um neben dem Gehörten auch schriftliche Infos zu lesen, war leider nicht möglich.
Oben im Palas endete die geführte Tour im Museum. Von hier aus durften wir alleine weiter durch die Burg laufen. Der Weg leitete uns oberhalb des mittleren Torbogens auf die andere Seite der Burg und dort bis fast nach vorne zum ersten Tor. Auch an der Luther-Stube kamen wir vorbei. Das waren wirklich sehr interessante 90 Minuten!
Wartburg Burgbauplatz
Mein Mann drängte nach der Führung zur Weiterfahrt. Immerhin lagen noch 400 km Heimfahrt vor uns. Ein wenig Zeit ließ er meinem Großen und mir noch, um uns den Burgbauplatz außerhalb der Burg anzusehen.
Erst später fiel mir auf, dass ich nach der Führung auch noch den Südturm hatte besteigen wollen. Und noch später entdeckte ich im Internet, dass es auch noch das Ritterbad zum Besichtigen gegeben hätte. Ein Grund, nochmals hier Station zu machen!
Abstieg zum Parkplatz
Vorbei an einem Hotel-Restaurant stiegen wir über den steileren Weg zum Parkplatz hinunter. Er war gar nicht so schlimm, denn er hatte viele Treppenabschnitte. Dadurch wäre uns vermutlich auch der Aufstieg gut möglich gewesen, trotz der 13% Steigung.
Gibt es etwas, auf das wir beim nächsten Wartburgbesuch achten sollten?
Welche Ecken sollten wir uns in Eisenach unbedingt anschauen?
Lasst es uns in den Kommentaren wissen!